Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Was heißt Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement, kurz BGM genannt, umfasst die Wörter Betrieb, Gesundheit und Management. Der Begriff beschreibt das Management der Gesundheitssituation in einem Betrieb und hat als Handlungsziel die Erarbeitung der Rahmenbedingungen von betrieblicher Gesundheit. Seinen Ursprung findet der Begriff in der WHO-Definition aus dem Jahre 1946 und der Ottawa Charta aus dem Jahre 1986. Dabei definiert die Ottawa-Charta der WHO, dass die Gesundheitsförderung als Programm zielorientierter Weiterentwicklung von Gesellschaften und Organisationen angesehen wird.

Handlungsfelder von BGM

BGM behandelt dabei die Bereiche Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Arbeits- und Gesundheitsschutz. Diese Bereiche sollen ineinander verknüpft werden und voneinander profitieren. Maßnahmen der einzelnen Teilbereiche sollen daher aufeinander aufbauen und aneinander angepasst werden.

BGM Handlungsfelder

BGM-Kennzahlen zur Evaluation

Wie bewerten Sie, ob ein BGM Konzept Wirkung erzielt? Beispielsweise können Sie dafür über Datenanalysen und Mitarbeiterbefragung wesentliche Kennzahlen entnehmen.

  • Fehlzeiten,
  • Fluktuationsrate,
  • Leistung und Produktivität,
  • Qualität,
  • Betriebsklima,
  • Vertrauen,
  • Mitarbeiteridentifikation und Unternehmensimage, aber auch
  • Arbeitshaltung/-einstellung und Motivation der Mitarbeiter

Strategie

BGM ist eine ganzheitliche Strategie, die sich in präventive und korrektive Strategie aufteilt.

  1. präventive Strategien: Die präventiven Strategien konzentrieren sich auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die anwesend (vor Ort im Unternehmen), gesund und motiviert sind.
  2. korrektiver Ansatz: Beim korrektiven Ansatz wird sich um die Beschäftigten, die abwesend (Urlaub ausgenommen), krank bzw. demotiviert sind, gekümmert.

Zum einen werden Analysen über Maßnahmen zur Gesundheit von anwesenden Beschäftigten erarbeitet und zum anderen werden Maßnahmen zur Gesundheit von abwesenden Beschäftigten entwickelt.
Hierbei bedeutet Strategie nicht nach einem starren und fest vorgelegten Plan vorzugehen. Ziel ist es auf die gestellte Frage- oder Problemstellung die passenden Lösungsansätze, optimal auf Ihr Unternehmen angepasst, zu finden.

Gruppe von BGM-Verantwortlichen bilden

Viele Wege führen nach Rom, aber wählen Sie einen effektiven und effizienten, um die Wirtschaftlichkeit Ihres Unternehmens zu berücksichtigen. Es ist wichtig, dass ihr BGM Konzept von Personen aus verschiedenen Bereichen besteht. Dadurch verbinden Sie theoretische und praktische Handlungswege. Bilden Sie einen Steuerungskreis „Gesundheitsmanagement“. Basis zur Prozessgestaltung ist die Bildung einer gesundheitsfördernden Gruppe aus internem und externem Personal. Zur richtigen Beurteilung von Prädikatoren des Krankenstandes beziehen Wirtschaftsunternehmen zusätzlich Personen des Betriebsrates, der Betriebsärzte, dem Personalwesen, den Planungsingenieuren und der betrieblichen Führungskräften mit ein. Ebenso werden zur Feinabstimmung und Optimierung durch internationale Erfahrungswerte externe Berater eingestellt. Die verschiedenen bereichsspezifischen Mitarbeiter entwickeln gemeinsam, unter Betracht der unterschiedlichen Erfahrungen, Erfahrungswerte und Kennnisse aus arbeitsmedizinischen Wissenschaften, Maßnahmen zu einem gesundheitsfördernden Unternehmen.

Folgende Akteure können also zum Arbeitsschutzausschuss integriert werden:

  • Betriebsleitung
  • Betriebsarzt
  • Beauftragter für Gesundheitsmanagement
  • Personalvertretung/Personalrat
  • Personalabteilung
  • Arbeitsschutz- und Sicherheitsfachkraft
  • Schwerbehindertenvertretung
  • Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter
  • Schwerbehindertenvertretung
  • Datenschutzbeauftragter
  • Suchtbeauftragter
  • Externe Berater (Krankenkassen, Dienstleister/Unternehmensberater)

Die ausgewählten Personen planen, setzen um, kontrollieren und entwickeln das BGM gemeinsam weiter. Dabei sind die Akteure verantwortlich für die Informationsweiterleitung an alle Beschäftigten.

4-Schritte zur Implementierung eines BGM-Konzeptes

BGM Konzept

Eine Implementierung von betrieblichem Gesundheitsmanagement wird anhand der Vorgehensweise Analyse, Planung, Umsetzung und Evaluation durchgeführt.

Analyse

Eine Analyse kann mit Hilfe von Instrumenten eine Datenerhebung und Auswertung von gesundheitsrelevanten Kennzahlen, Faktoren und Bedingungen in dem Unternehmen erfolgen. Dazu können Instrumente wie eine Gefährdungsanalyse (Beurteilung der Arbeitsprozesse und -umgebung), eine Mitarbeiterbefragung (Erfassung von Alter, Geschlecht und weichen Faktoren), ein Gesundheitszirkel (Experten für einzelne Bereiche zeigen Problemfelder auf) oder eine Fehlzeitenanalyse (Krankheitssituation aktuell) durchgeführt werden.

Planung

In der Phase der Planung werden die Verantwortlichkeiten, der Handlungsbedarf sowie die Feinziele dafür festgelegt. Die Planung gestaltet sich in Abstimmung und Festlegung von gesundheits- und unternehmensbezogenen Zielen und Strategien. Dazu müssen bestimmte Strukturen im Unternehmen geschaffen werden. Verantwortliche Personen zur Organisation, Umsetzung und Kontrolle von gesundheitsbezogenen Maßnahmen werden ernannt, die die Prioritäten von Feinzielen bestimmen.

Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt dann in der Auswahl und Organisation der Maßnahmen, die zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen und somit zur Förderung und Verbesserung der Unternehmensgesundheit beitragen. Die Erarbeitung von Maßnahmen basiert auf den Gesundheitszielen und umfasst Methoden und Instrumente der Arbeitserleichterung, gesundheitsförderndem Training und Beratung sowie der Bereitstellung technischer Geräte zur Vermeidung von gesundheitsbezogenen Risiken.

Evaluation

In der Evaluationsphase werden die Ergebnisse der Maßnahmen anhand von Kriterien und durch den Abgleich von Soll- und Istwerten bewertet. Eine Mitarbeiterbefragung bringt Aufschluss über den Effekt und die Motivation. Nachhaltigkeit wird durch die Kontrolle von den Verantwortlichen entwickelt. Innerhalb eines BGM-Komplettsystems wie EXPARO es bietet, können Sie einfach, schnell und strukturiert ein BGM-Konzept implementieren. Alle vier Phasen sind durch ein Komplettsystem abgedeckt, sodass die Nachhaltigkeit und Kontrollmöglichkeit in Echtzeit gewährleistet wird.

Sie benötigen ein Konzept für BGM, damit Sie nicht in etwas investieren, was ohne Output nur kostet. Wenn Sie keine Struktur verfolgen, wird Ihnen BGM folgendes bringen:

  • Monetäre Ausgaben
  • Zeit- und Personalkosten
  • Unruhe im Unternehmen
  • Unsicherheit, Misstrauen und Demotivation

Gesetzliche Rahmenbedingungen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Betriebliches Gesundheitsmanagement wird als freiwillige Leistung des Arbeitgebers aufgefasst. Der Teilbereich Betriebliche Gesundheitsförderung ist ebenso eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Stellt aber eine Pflichtleistung der Krankenkasse nach § 20 a SGB V dar. Krankenkassen sind verpflichtet Betriebe in der Umsetzung von gesundheitsfördernden Prozessen zu unterstützen. Betriebliches Eingliederungsmanagement ist gesetzliche Pflicht des Arbeitsgebers.

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